Dienstag, 3. Februar 2004

ICE

5 Uhr morgends... wie jeden morgen klingelt der Wecker und ich quäle mich aus dem Bett und brauche ein paar Minuten bis ich motiviert genug bin mich unter die Dusche zu schleifen. Wenn ich mal geduscht habe, dann geht’s. Da ich eigentlich immer eiskalt dusche, bin ich auch immer relativ munter. Um 6 Uhr mach ich mich auf den Weg zum Zug der um 6.25 Uhr abfahren sollte. Heute anscheind nicht: 6.30 ... 6.35... 6.40 ... hmmmm .... jetzt werd ich doch etwas nervös!


6.45 ...6.50 – eine Durchsage: In Eschhofen blockiert ein liegengebliebener Zug den Weg. Die Bahn bietet aber an mit dem daß man mit dem normalen Ticket den ICE nehmen darf. Also schnell raus aus dem Zug und zur Haltestelle wo der Shuttelbus zum ICE Bahnhof Limburg abfährt...


Dort haben sich mitlerweile die Passagiere von 3 Zügen versammelt ... ich denke nicht, daß auch nur ein Viertel der Leute in so einen Shuttel-Bus passt. Aber anscheind weiß von denen niemand wo genau der Bus abfährt, da die ganze Menschenmasse an der falschen Haltestelle steht.

Naja ... da ich weis wo der Shuttelbus hällt spaziere ich gemütlich zur richtigen Haltestelle. Unterwegs gebe ich noch einem hübschen Mädel den Tip lieber mit mir zu kommen wenn sie nach Frankfurt will. Außer mir und dem Mädel stehen noch 4 andere Männer an der richtigen Haltestelle als der Bus kommt und endlich kapiert auch das Menschenrudel an der falschen Haltestelle, wo sie hin müssen und stürmen alle Richtung Bus. Egal – ich sitze *g*
Nachdem der Bus dermaßen vollgequetscht war, daß gerade noch die Türen zu gingen, stand der Großteil der Passagiere trotzdem noch drausen. Der Bus fuhr dann zum ICE Bahnhof und wir haben den ICE gerade noch so erwischt.

Ich muß sagen... man reist schon angenehm im neuen ICE3. Der ganze Zug ist mit Holz verkleided und trotz der Teilweise unglaublichen Geschwindigkeiten von über 300km/h merkt man kaum, daß man fährt. Da der Zug so voll war, waren leider keine Sitzplätze mehr frei. War aber auch nicht wirklich schlimm – die Fahrt dauert ja nicht lange und man kann trotz dieser Geschwindigkeit im Gang stehen ohne sich festzuhalten und man wankt noch nichtmal beim Beschleunigen oder beim Bremsen. Ein tolles Gefühl so schnell zu fahren - auch wenn man es fast nicht merkt. Auch beim Blick aus dem Fenster hat man nicht das Gefühl sonderlich schnell zu sein. Nur die Tatsache, daß die Autos auf der parallel verlaufenden Autobahn sogar auf der linken Spur zu stehen scheinen, lässt die wahre Geschwindigkeit erahnen.

Anscheind hat der Zugführer heute auf’s Gas getreten denn in 15 Minuten waren wir von Limburg am Frankfurter Flughafen. Eine beeindruckende Zeit, die jedoch gleich wieder zunichte gemacht wurde, als der ICE auf der Strecke vom Frankfurter Flughafen zum Frankfurter Hauptbahnhof nochmal 15 Minuten brauchte (da er auf der Strecke nicht schnell fahren kann). Ich kam genau zu der Zeit am Hauptbahnhof an, zu der ich sonst auch mit dem normalen Zug ankomme... nur daß der ICE natürlich sehr viel später abgefahren ist. Eine wirkliche Alternative ist der Intercity Express jedoch nicht, da ich länger brauchen würde um zum ICE Bahnhof zu kommen und dann ist die Zeitersparnis wieder viel zu gering um die 110€ mehr (!) jeden Monat zu rechtfertigen. Aber mal damit zu fahren war schon ein Erlebnis...