Samstag, 19. November 2005

Harry Potter und der Feuerkelch

Zurück aus dem Kino – mit gemischten Gefühlen. Die Harry Potter Filme sind für mich ja keine inhaltliche Überraschung, da ich die Hörbücher gehört habe. Diesen Film zu beurteilen finde ich etwas schwer, da es 2 Sichtweisen gibt. Ohne Frage ist er viel besser als der 3. Teil, aber das war auch nicht sonderlich schwer. Wenn man den Film als eigenständiges Werk betrachtet, hat man einen durchaus guten Film gesehen. Unterhaltsam, spannend, gut gemacht, tolle Effekte – aber nicht zu überladen. Wirklich sehr gut! Aber ...

... ich frage mich wirklich wie jemand, der das Buch nicht kennt die Handlung verstehen kann. Aufgrund der Länge hätte das Buch als Zweiteiler verfilmt werden müssen (was der Regisseur auch wollte aber nicht durfte). In einen Film gepackt mußte trotz Überlänge trotzdem dermaßen viel weggelassen und komprimiert werden, daß vor allem am Anfang der Zusammenhang nicht zu verstehen ist. Weglassen – OK. Ärgerlich, aber OK…. Aber die Geschichte umschreiben? Das darf nicht sein. Da dermaßen viel weggelassen werden mußte, haben die Handlungsstränge nicht mehr logisch zusammen gepaßt. Also wurde die Geschichte teilweise ziemlich verfremdet. So sehr, daß ich mir nach dem Film noch mal das Hörbuch anhören mußte um mich zu vergewissern wie die Geschichte wirklich war. In Anbetracht, daß dieser Film kein eigenständiger Film, sondern die Verfilmung einer bestehenden Geschichte ist, habe ich mich sehr über die Verfremdungen geärgert. Ich bin gespannt wie man im nächsten Teil die Kurve zurück zur Geschichte bekommt.

Hier ein Diskussionsbeitrag zu diesem Thema mit Details auf Spotlight.de

Freitag, 18. November 2005

Der Harry Potter Hype

Endlich! Gestern ist der 4. Harry Potter im Kino angelaufen – Harry Potter und der Feuerkelch. Ich muß mich jetzt als absoluten Fan von Frau Rowlings Geschichte outen. Einige werden sich fragen: Wie kann ein 28 jähriger Kerl dermaßen auf ein Kinderbuch abfahren? Zur Erklärung und als Verteidigung (vor allem für die, die Harry Potter nicht wirklich kennen):
Harry Potter ist schon lange kein Kinderbuch mehr. Auch wenn die Geschichte als ein Kindermärchen geplant war, hat sie aufgehört ab spätestens dem 3. Band eines zu sein. Ich mag Phantasie Geschichten – das mag an meinem IT Job liegen. Wenn man den ganzen Tag mit der Logik der Computerwelt verbringt ist vermutlich froh wenn er zum entspannen in eine unwirkliche Phantasiewelt flüchten kann.

Angefangen hat es im Zug. Ich fahre jeden morgen und jeden abend jeweils 2 Stunden mit den öffentlichen Verkehrsmitteln auf die Arbeit. Irgendwann viel mir auf, daß fast jeder 2. im Zug das gleiche Buch laß: Harry Potter und der Stein der Weisen. Hä? Was soll das sein? Und wieso liest das jeder? Ich hatte keine Ahnung was es ist und um was es geht. Ich hatte irgendwo mal beiläufig gelesen daß es ein Kinderbuch ist. Also wieso ließt jede Auszubildende, die Rechtsanwaltsgehilfin, die Börsenmaklerin im Buisness Kostüm, das Mädchen mit der Punkfrisur und der Sicherheitsnadel im Ohr, die ältere Dame, die süße Hostess - einfach jeder … dieses Buch? Auffällig war, daß es wirklich fast nur Frauen waren. OK, also nichts für mich. Thema vom Tisch…. Zumindest bis zum 2. Band. Denn etwa ein Jahr später saßen wieder alle mit dem gleichen Buch im Zug. Diesmal sogar noch mehr als beim letzten mal!? Und ich hatte langsam das Gefühl ich verpasse da was. Ich wußte ja immer noch nicht um was es in dieser Geschichte geht. Aber soll ich mich wirklich durch so ein dickes Buch quälen um meine Neugier zu stillen nur um zu sehen daß es sich um eine Kindergeschichte handelt, die evtl. nur Frauen gut finden? Ne, lieber nicht.
Trotzdem wurde ich wirklich neugierig was es mit diesem Harry Potter auf sich hat. Und irgendwann hab ich den 1. Band als Hörbuch gesehen. OK – das ist eine gute Idee. Das kann man bequem im Zug hören und wenn es doof ist, schalte ich es ab. Fertig! Aber es war nicht doof. Es war eine wirklich toll geschriebene Geschichte. Eine Kindergeschichte – zugegeben, aber nicht kitschig oder langweilig. Und genial vorgelesen von Rufus Beck. Ein toller Erzähler! Am Ende fragt man sich …hmm – was soll da im 2. Teil passieren? Also den 2. Teil auch als Hörbuch gehört. Lustig, spannend, unterhaltsam. Außerdem kennt man jetzt die Charaktere, mag einige mehr als andere (ich finde z.B. Hermine am besten) … und wieder wollte ich wissen wie es weitergeht.
Als dann der 3. Teil als Hörbuch erhältlich war, hab ich mich gefragt ob ich meinem Kind dieses Buch wirklich geben würde. Ich denke nicht. Aber toll war es trotzdem und je mehr ich von der Geschichte laß, desto mehr wollte ich wissen wie es weiter geht. Die Geschichte wurde immer erwachsener und auch immer spannender. Im 4. Teil dann der 1. Tote. Definitiv keine Kindergeschichte mehr! Und der 5. Teil war so spannend, daß ich wirklich ungeduldig auf den 6. Teil gewartet hatte. Und der hat wirklich auf sich warten lassen…

Ich wollte jetzt wissen wie es weiter geht, aber der nächste Band war erst in einem halben Jahr angekündigt … auf englisch. In deutsch noch mal ein halbes Jahr später und an ein Hörbuch braucht man noch gar nicht zu denken! Da ich es nicht mehr abwarten konnte zu erfahren wie die Geschichte weitergeht, habe ich mir also das Buch auf englisch gleich am Erscheinungstag gekauft und hatte es in kürzester Zeit gelesen… schockierend. Dieser Band läßt die Welt eines echten Fans dieser Geschichte zusammen brechen. Und der nächste (und letzte) Teil kommt garantiert nicht vor 2007 :-( Die Zeit dazwischen muß man dann halt mit den Verfilmungen des Buches überbrücken. Und morgen seh ich mir nun also den 4. Teil im Kino an.

Samstag, 12. November 2005

Toyota Prius - Probefahrt im Hybridauto

Wir sind jetzt seit einer Woche zurück aus dem Urlaub und wieder im Alltagstrott. Früh aufstehen, arbeiten, jeden morgen weite Strecken auf die Arbeit fahren… in Christine’s Fall sind das ca. 1200 km jede Woche im Auto. Ihr kleiner Clio macht das vermutlich nicht mehr lange mit – ist ja auch nicht mehr der Jüngste. Das Auto ist noch komplett in Ordnung, aber er hat schon über 120.000 km und nächstes Jahr wären noch mal 60.000 km mehr drauf… das wird zu riskant wenn man so auf das Auto angewiesen ist. Also muß ein neues her. Bei den Spritpreisen und diesen weiten Strecken, muß es natürlich ein sehr sparsames Auto sein – deshalb wollten wir uns den Toyota Prius ansehen. Ein Hybridauto! Die Technik ist absolut genial: der Prius hat 2 Motoren: Einen Ottomotor und einen Elektromotor. Beim Anfahren und im Stadtverkehr (bis ca. 40 km/h) fährt er komplett mit Strom und verbraucht keinen Liter Sprit. Danach schaltet er um auf Benzinmotor und schaltet den Elektromotor bei Gebrauch zu (z.B. beim Beschleunigen). Die Batterie lädt sich beim fahren und bremsen wieder auf.

Wir waren von diesem Auto ziemlich angetan. Innen hat man erstaunlich viel Platz – das sieht man ihm von außen nicht an. Der Raum ist toll genutzt und es gibt viele Staufächer. Gewöhnungsbedürftig aber genial ist wie leise der Wagen ist. Man muß sich erstmal vergewissern, daß er wirklich gestartet ist. Da ich nicht gefahren bin, kann ich über das Fahrverhalten nicht viel sagen, aber Christine war begeistert. Unglaublich ist auch der Wendekreis. Man kann das Fahrzeug fast auf der Stelle wenden. Absoluter Minuspunkt ist das Navigationssystem. Das war absolut schlecht. Aber ansonsten waren wir wirklich begeistert von dem Auto. Kaufen werden wir es trotzdem leider nicht, da dieses Auto eher für den Stadtverkehr konzipiert wurde und man bei den weiten Strecken die Christine fährt doch mit einem Diesel günstiger fährt. Aber Toyota hat laut unserem Händler vor bis 2012 alle Fahrzeuge auf Hybridmotor umzustellen … eine geniale Technik und ein Schritt in die richtige Richtung.

Montag, 7. November 2005

Sizilien im Herbst

OK, diesmal war es nur eine Woche bis wir wieder die Koffer gepackt haben und ins Flugzeug nach Sizilien gestiegen sind. Urlaub kann man es nicht wirklich nennen, da es mehr ein Pflichtbesuch bei meiner Familie und den Freunden meines Vaters war – dementsprechend schwer war es auch manchmal.
Ich hab mich trotzdem sehr gefreut meine Verwandten zu sehen und außerdem war das Wetter um einiges angenehmer als in Deutschland. Wir sind zumindest tagsüber in T-Shirt rumgelaufen, sind barfuß am Strand spaziert, haben bei der Olivenernte geholfen und jede Menge Leute besucht. Aber wir haben trotzdem viel Zeit zum ausruhen gehabt. Das hatten wir auch echt nötig. So ganz untätig waren wir aber doch nicht gewesen, denn wir haben jede Menge gelesen und gelernt: Die Theorieunterlagen für unseren Tauchschein