Montag, 23. Januar 2006

Internet back

Seit heute geht endlich mein Internet wieder nachdem ich 3 Wochen ohne Telefon und Internetzugang verbringen musste. Schuld war - wie soll es anders sein - die Telekom und nicht die Leitung in meine Wohnung. Ich habe mich glücklicherweise nicht auf die Aussage des Telekom-Technikers verlassen und das Kabel selbst nochmal durchgemessen bevor ich meine Wand aufreisen wollte um ein neues Kabel zu verlegen. Denn dieses Kabel sollte laut Techniker ganz klar die Ursache für mein Problem sein.

Nachdem ich festgestellt hatte daß 1.) das Kabel in meine Wohnung einwandfrei funktioniert, aber 2.) am Hauptanschluß nichts ankommt, habe ich wieder bei dem Verein mit dem goßen rosa T angerufen und kurz drauf war auch ein Techniker da, der das Problem in wenigen Minuten lösen konnte ...

Wieso muß ich denen eigentlich immer beweisen, daß das Problem nicht bei mir liegt?

Sonntag, 22. Januar 2006

boot 2006

Heute waren wir auf der boot 2006 in Düsseldorf - die Wassersport- und Bootsmesse.
Halle 3 widmet sich ausschließlich Tauchern und dort haben wir uns auch den ganzen Tag aufgehalten. Ich fand es unglaublich interessant und wir werden auf jeden Fall nächstes Jahr wieder hinfahren. Ich habe mir bei Camaro einen Semi-Trockenanzug gekauft und Christine haben wir quasi fast komplett eingerichtet: Camaro Anzug und Boots und die Taucherbrille, Schnorchel und Flossen von Tusa

Die Halle 3 der Boot ist perfekt für alle, die vom Tauchvirus infiziert wurden. Neben den Ständen der Hersteller waren auch unzählige Reiseveranstalter vertreten. Die fand ich jetzt nicht ganz so spannend wie z.B. den Stand der Haischützer von Sharkproject.
SHARKPROJECT E.V.- das sind Taucher, Wissenschaftler, Haifreunde aus der ganzen Welt - vereint in dem Bemühen, etwas Effektives und vor allem Greifbares zum Haischutz und zum Wissen über die Haie beizutragen. Ihre Arbeit ist zu umfangreich um alle Projekte hier aufzuzählen, aber auf der Homepage kann man sich bestens zum Thema informieren...

Ich kann es auf jeden Fall kaum erwarten endlich wieder unter Wasser zu atmen!

Sonntag, 15. Januar 2006

OWD

Heute haben wir den letzten Tauchgang unserer Tauchausbildung nachgeholt, der im Dezember wegen Krankheit unserer Tauchlehrerin verschoben wurde.
Da wir mit unseren Übungen schon im Dezember relativ sicher waren, haben wir nur nochmal alles kurz wiederholt und sind dann ein bischen mit Scootern durch's Wasser geheitzt. Das ist am Anfang mal ganz lustig, aber schon nach kurzer Zeit fand ich das ziemlich langweilig. Hat halt nicht viel mit tauchen zu tun. Auf jeden Fall sind wir jetzt offiziell Taucher und haben auch schon konkrete Pläne für unserer weiter Ausbildung ...

- Bis Mai erstmal ein paar Tauchgänge machen um Erfahrung zu sammeln.
- Anfang Mai nach Spanien (Calpe) und unseren Advanced Open Water Diver Schein machen.
- Ende Mai nach Portofino (bei Genua) und dort im Naturschutzpark tauchen
- Im Juli auf Sizilien tauchen. Evtl einen Tauchgang bei Catania, ansonsten bei Taormina tauchen. Evtl. einige Specialties machen (z.B. Hölentaucher)
- Ansonsten wenn es das Wetter zulässt in Deutschen Seen mehr Erfahrung sammeln...

Ich freu mich drauf ;-)

Dienstag, 10. Januar 2006

Abgeschnitten vom Rest der Welt

Wer in den letzten Tagen versuch hat meine Festnetz Nummer anzurufen, wird sich sehr gewundert haben - man wurde von einer Damenstimme mit der Nachricht begrüßt, daß der gewünschte Gesprächspartner zur Zeit nicht erreichbar ist. Tatsächlich ist es so, daß seit einer Woche sowohl mein Telefon, als auch mein Internet tot ist.Die Telekom konnte per Ferndiagnose nichts finden und war schon 2 mal vor Ort. Der Fehler konnte eingegrenzt, aber noch nicht behoben werden. Ohne Telefon kann ich gut leben - zumal ich ja noch auf dem Handy erreichbar bin, aber onhe Internet bin ich wirklich aufgeschmissen. Nicht nur, daß der Großteil meiner Kommunikation über eMail läuft und ich einige wichtige eMails erwarte, ich kann aufgrund meiner Arbeitszeiten nur sehr schlecht auf Onlinebanking verzichten. Meine schlimmste Befürchtung ist, daß das Kabel vom Hausanschluß in meine Wohnung defekt ist. Dann müsste ich meine halbe Wohnung auseinander nehmen, Tapete abreisen und die Wand aufreisen :-( bei dem Gedanken wird mir schlecht...

Sonntag, 1. Januar 2006

Das neue Jahr

Wo dieses Jahr Weihnachten wieder erwarten kein emotionaler Absturz war, war Silvester um so schlimmer. Ich war ziemlich überrascht, daß ich die Feiertage vom 24. bis 26. und auch die Vorweihnachtszeit so gut überstanden habe. Wobei man natürlich auch bedenken muß, daß das Weihnachtsfest an sich ziemlich bescheiden ausgefallen ist und daß wir am 2. Feiertag ja unseren Tauchkurs hatten auf den ich mich schon den ganzen Dezember gefreut hatte - das lenkt natürlich ab.

Sylvester haben wir dann mit ein paar Freunden verbracht. Wir haben uns bei unserem Mexikaner im Crazy Cactus einen eigenen Raum organisiert und haben dann dort gefeiert... wobei gefeiert wohl das falsche Wort ist...
Ich hab schon morgens gemerkt daß ich überhaupt keine Lust darauf habe und hab den ganzen Tag überlegt ob ich es nicht absagen soll. Letztendlich war es mein Vater, der mich überredet hat doch hinzugehen. Er hatte kurz vor seinem Tod gesagt daß ich mich mehr um meine Freunde kümmern sollte und meine sozialen Kontakte pflegen muß. Den Satz hatte ich den ganzen Tag im Kopf und so hab ich mir einen Ruck gegeben und kurz nach 20 Uhr waren wir da. Meine Unlust dieses furchtbare Jahr 2005 zu verabschieden hielt sich den ganzen Abend und wurde größer je näher die Uhr auf Mitternacht rückte.

Das Erste was mir dann einfiel als die Sektkorken knallten und die ersten Raketen in den Himmel geschossen wurden war: Super - nächstes Jahr wirst du 30 :-(
Für die, die jetzt rechnen: ich bin jetzt 28 und wir haben 2006. Dieses Jahr werde ich also 29 und nächstes Jahr 30. Ich hoffe ich habe den anderen mit meiner depressiven Laune nicht die Stimmung verdorben, aber ich konnte einfach nicht so tun als ob ich glücklich wäre. Dieses auf Kommando fröhlich sein ist nichts für mich. Da bin ich vermutlich zu ehrlich und zu authentisch für.

Da sich meine Lust auf Party auch nach Mitternacht nicht wesentlich gesteigert hatte und ich den anderen ihre Feier nicht am Ende noch wirklich verderben wollte, haben wir uns still und leise verdrückt, als die anderen ihre Raketen verschossen hatten und wieder rein sind um die nächste Flasche Sekt zu öffnen... Wir wollten noch mal nach meiner Mutter sehen, aber offensichtlich ging es ihr ähnlich wie mir. Denn obwohl das neue Jahr gerade mal 30 Minuten begonnen hatte als wir bei ihr ankamen, lag sie schon im Bett. Schon seltsam - ich hätte bis vor kurzem gewettet, daß Weihnachten schlimmer wird als der Jahreswechsel, aber anscheint hat der Charakter von Sylvester - den Anfang eines neuen Lebensabschnittes - eine stärkere psychologische Wirkung als die Weihnachtszeit. Wir sind dann noch auf dem Friedhof vorbei und haben meinem Vater - genau wie in der Nacht an Heilig Abend - eine Kerze angezündet und sind dann auch nach Hause.

Wir schließen das Jahr 2005 also ab in ewigem Gedenken an meinen Vater Giosué Caserta und unsere Freunde Peter Basinski und Kai Wupperfeld. Der einzige Trost der in dieser Nacht bleibt ist die Hoffnung, daß 2006 nur besser werden kann.